MTO Shahmaghsoudi ®

22/72013

Die Verhaltensetiquette im Khaneghah

Im Khaneghah herrschen eigene Verhaltensregeln und Umstände. Gesellschaftliche Normen und Regeln verlieren ihren Wert und die Farben der Außenwelt ihren Reiz im Vergleich zur Reinheit und Anziehungskraft des Khaneghah.
Vor der Ankunft im Khaneghah zieht man seine Schuhe aus und lässt sie draußen vor der Tür. Dies repräsentiert das Zurücklassen aller irdischen Bindungen und Besitztümer. Während des Aufenthalts im Khaneghah wird dem spirituellen Selbst volle Konzentration und Anwesenheit gewidmet.
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Disziplin und Ordnung sind die Grundbausteine des Wegs eines Saleks. Deswegen ist Ordnung in allen Aspekten seines Lebens vorherrschend, auch in seiner äußeren Erscheinung. Man trägt im Khaneghah ein einfaches weißes Gewand ohne Muster, denn die kurzlebigen Muster wurden zurückgelassen, um eine tiefere Stufe des eigenen Seins zu erforschen und nicht nur die Gesellschaft zu reflektieren. Das Gewand ist weiß, das Ziel ist Reinheit. Die innere und äußere Ausgeglichenheit schützt vor Ablenkungen und führt zu Ruhe und Frieden im Inneren.

 

Mit völliger Anwesenheit konzentriert sich der Salek auf seine Reise. Das Khaneghah stellt ihm eine passende Umgebung zur Verfügung, um die Prinzipien, die es ihm erlauben, sich von seiner Haltlosigkeit und seinen Wünschen loszureißen, zu üben. Die wahre Persönlichkeit des Saleks entwickelt sich allmählich im Khaneghah, sodass er sein Gleichgewicht, seinen Frieden und seine Ruhe wahren und in alle Aspekte seines Lebens übertragen kann. Mit anderen Worten erfährt er die wahre Bedeutung der Anwesenheit. Somit kann er wahrhaftig ein „Kind seiner Zeit werden” und Khaneghah als „Haus der Gegenwart” wahrnehmen.