MTO Shahmaghsoudi ®

22/72013

Gedichte

Gedichte über Hazrat Salaheddin Ali Nader Angha
Seyyed Mohammad Abul-Majd (Ägyptischer Gelehrter)
Ende der 1950er Jahre besuchte ein angesehener Gelehrter, Seyyed Mohammad Abul-Majd Professor Angha (Hazrat Shah Maghsoud) in Teheran. Durch die Anwesenheit des Kindes (Hazrat Pir) berührt, schrieb er:

O Angha in deinem gesegneten Haus blühen Blumen;
Unter ihnen ist ein reiner Zweig, Nader.
Seines Vaters Geschlecht verbunden mit der Familie des Propheten;
Und er ist der Ursprung eines ausgedehnten Lichts.
O Nader, mit Neuigkeiten kommt einer zu dir;
(spricht) einen wie dich zu finden ist wahrlich schwer.

Hazrat Shah Maghsoud Sadegh Angha in Ghazalyat

Die Liebe von Professor Angha, sein Vertrauen und seine Rücksicht für seinen Sohn waren so groß, dass er von ihm mit der unbegrenzten Zärtlichkeit in seinen zahlreichen Büchern, einschließlich, Serr-ol Hajar, Hamase-ye Hayat, Masnavi Shahed va Mashhoud, Seyr al Sa’er va Teyr al-Nader, Al-Rasa’el, und die Prinzipien von Faghr und Sufismus sprach. In seinem Buch Ghazaliyat schreibt er:

Ist es die Versuchung, sind’s die schwarzen Augen oder das verlorene Herz?

Sind es deine trunkenen Blicke oder

Ist es ein Feld voller Blumen, das Antlitz der Geliebten
Oder der strahlende Sonnenschein?
Ist es die Zypresse, so vollkommen?

Ist’s die Pinie oder deine Gestalt?
Ist’s duftender Jasmin oder ein Leib?
Ist’s der Mond, hell leuchtend, Silber vielleicht?

Ist es paradiesisches Wasser, ein Juwel,
Ist dies gar der jüngste Tag?

 

Ist es der helle Morgen, weiß erstrahlend, oder Kristall im Glanz?

Ist es das Licht des Berges Sinai, ist es Moses leuchtende Hand?

Ist es ein Muttermal so schwarz, oder der Weihrauch im Feuer?

Ist es eine Falle aus deinen Haaren gestrickt, deine Lockenpracht?

 

Ist’s der Krug und der Weinkelch, zugleich auch der Wein?

Sind es deine Lippen, rotem Wein gleich, Freude erweckend?

Sind es deine Worte, süß wie Zucker, in einem Becher?
Oder ist es Leben spendendes Wasser?

Sind es deine Zähne, schimmernd wie Perlen aufgereiht?
Es ist die Seele Molanas,
Sie spricht in der Morgendämmerung und sagt
Es ist der höchste Gipfel der Erkenntnis, Nader
Nader Angha ist’s von dem ich spreche

Rumi in Divan-e Shams-e Tabrizi:

Wenn Professor Angha in den oben genannten Versen „Molana“ erwähnt, so deutet er auf ein Gedicht Rumis hin, das dieser über Hazrat Pir geschrieben hat. Innerhalb der Tradition des Sufismus sind die Sufi Meister für ihre spirituelle Weitsichtigkeit bekannt, die es ihnen ermöglicht, kommende Ereignisse über viele Jahrhunderte hinweg vorherzusehen. Die folgenden Verse hat Rumi über Hazrat Pir in seinem Werk Divan-e Shams-e Tabrizi (241) niedergeschrieben:

 

Der erlesene Duft des Garten Eden und des Frühlings,
die Liebe des Geliebten, die Schöpfungskraft der Schöpfung und die Belebung der Seele.
Dieser Duft, der alle Planeten berauscht,

Strömt nicht aus der Erde hervor, sondern aus den höchsten Himmeln.

 

Die Sterne am Himmel fragen: „Was ist das für eine glänzende Sonne?”

Und die Fische im Meer sagen: „Welches sintflutartige Ereignis ist dies?”

 

Seine leuchtende Sonne erhellt jedes Antlitz wie strahlende Orbitale,
Des Mondglanzes Neid ist dieses helle Sonnenlicht.

 

Sein wunderschönes Antlitz wurde sehnsüchtig erwartet Seit der Zeit Josefs*

Welche Größe! Welche Güte! Die Engel sind erfüllt von Ehrfurcht!

 

Welch’ göttliche Führung ist dies?

Überbringer des Weins aus der Quelle des Lebens ist er,

Des geheimnisvollen Berges Gipfel und höchst kostbar, Nader Angha ist er.

Dieses visionäre Licht ist das Licht von Molanas Seele.

 

Was verbirgst Du? Sag die Wahrheit, verberge nicht das Offenbare,

Die Kraft Gottes, unseres Königs, Sein Verfechter ist er.

 

Der Friede beider Sphären, der Behüter beider Welten ist er,
Er erduldet das Leid, der Wächter von Morgen ist er.

 

Diese entfachte Welt wendet sich um und trudelt in Ehrfurcht.

Gott! Welch’ eine Liebe ist dies? Welch’ Anmut ist dies?
Welch’ ein Lied ist dies, das alle Herzen berührt?
Ich will es dir sagen, der Juwel in Gottes Meer ist er.

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Referenzen:
Rumi, Molana Jalaleddin Balkhi. Divan-e Shams-e Tabriz.  Tehran: Javidan         Publications,   1981.  Print.
* Es wird sich auf Josef bezogen, dem Lieblingssohn Jakobs, der von seinen eifersüchtigen Brüdern in einen Brunnen geworfen und später als Sklave an Ägypter verkauft wurde. Für seine unvergleichliche Schönheit bekannt, wurde er zum Symbol der Schönheit in der Sufi Literatur.